Montag, 2. Oktober 2017

Rezension- Unsere verlorenen Herzen

                                 Was würdest du für deine große Liebe tun?

Inhalt: Der 17-jährige Henry war noch nie verliebt. Kein Herzklopfen, keine Schlaflosigkeit, keine großen Gefühle. Bis seine neue Mitschülerin Grace vor ihm steht: in schlabbrige Jungsklamotten gehüllt, mit einem kaputten Bein und einer kaputten Seele. Ihre Zerbrechlichkeit macht sie in Henrys Augen nur noch schöner. Aber Grace lässt Henry kaum an sich heran- bis sie ihn eines Tages völlig unvermittelt küsst. Henry wagt es, zu hoffen. Doch irgendein ungreifbares Geheimnis scheint zwischen ihnen zu stehen....

Meinung: Alles in allem kann ich schon mal sagen, dass alles ziemlich humorvoll gehalten wurde und es deswegen auch Spaß gemacht hat zu lesen. Der Schreibstil war flüssig und hat mir sehr gut gefallen. Dieses Buch ist jedenfalls etwas für Teenager, aber wer gar nicht auf Kitsch steht, sollte die Hände davon lassen. Man begleitet als Leser nun mal dabei, wie sich ein Teenager das erste Mal verliebt. Hier hört sich das noch sehr langweilig an, aber so habe ich es nicht empfunden. Es gab immer wieder Stellen, die besonders spannend waren, da man auch mehr über Grace erfahren wollte und warum sie eigentlich so merkwürdig war. Ich fand aber, dass die Liebe hier schön dargestellt wurde. Grace selbst betonte immer wieder, dass eine vergangenen Liebe nicht gleich keine echte Liebe gewesen sein muss (S.345: ,,Nur weil eine Liebe irgendwann endet, heißt es nicht, dass sie nicht echt war.“). Es gab auch noch weitere Aspekte, die mich zum nachdenken gebracht habe, was ich besonders wichtig bei Büchern  finde. Hier ist es nämlich so, dass Grace der festen Überzeugung ist, dass der Tod eine Erlösung ist und das ein Geschenk sei, dass wir alle mal vergessen sein würden, während andere genau dies fürchten. Sie ist nämlich der Ansicht, dass wir mit diesem Wissen einfach leben können ohne uns Sorgen machen zu müssen, dass unser Handeln großartige Folgen hat, da dies ja sowieso vergessen werden würde (S.171:,, Grace hatte von Mut geredet und davon, dass man am Ende wieder zum unbeschriebenen Blatt wird und man die Zeit nutzen sollte, solange die Atome ein Muster bilden, das ein Bewusstsein erschafft.“). Letztendlich kann ich nur sagen, dass mir das Buch echt gefallen hat und auch ein wenig traurig war.

Personen: Mir haben eigentlich beide Protagonisten sehr gut gefallen. Henry zum Einen, weil ich mich gut mit ihm identifizieren konnte, was das Schreiben angeht, aber zum Anderen auch Grace, die ich mega interessant als Charakter finde. Sie hat einiges durch gemacht und ich habe die ganze Zeit mit ihr gefiebert und ihr gewünscht, dass sie auch ihr Glück wieder findet und im Reinen mit ihr ist.  Des Weiteren ist hier wahrscheinlich schon deutlich geworden, dass ich Grace Ansichten über das Leben echt interessant finde.

Bewertung: Ich gebe dem Buch 4/5 Sternen, weil es wirklich gut war, aber dennoch nicht an andere Bücher rankommt und mir noch ein wenig zu kitschig war.

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